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Vision

In einer Welt voller Elend und Ungerechtigkeit soll eine Gemeinde entstehen, in welcher schutzbedürftige, von der Gesellschaft längst fallengelassene Kinder und Jugendliche sowie land- und besitzlose Familien endlich ein Zuhause finden und Geborgenheit erfahren. Alle Kinder sollen einen Schulabschluss machen können und nicht mehr als Wertstoffsammler auf Müllhalden, als billige Hausmädchen, Prostituierte oder Kriminelle ihren dürftigen Lebensunterhalt verdienen müssen. Leimsüchtige, missbrauchte und misshandelte Kinder sollen erfolgreich rehabilitiert und wieder in die Gesellschaft eingegliedert werden. Ein grosser Landwirtschaftsbetrieb soll Ausbildungs- und menschenwürdige Arbeitsplätze für die Bewohner der Gemeinde schaffen und ihnen ein einfaches, unabhängiges Leben ohne Armut, Gewalt, Alkohol- und Drogensucht und ständige Existenzangst ermöglichen. Das Hilfswerk soll langfristig annähernd oder gar gänzlich unabhängig von Spendengeldern werden. Die unterstützten Kinder und Jugendlichen sollen später die Tätigkeit des Hilfswerks übernehmen und sich ebenfalls um andere bedürftige Menschen kümmern.

 

Viele kleine Leute, die an vielen kleinen Orten viele gute kleine Dinge tun, können das Gesicht der Welt verändern.  

                                                                                                                                                                                           Afrikanisches Sprichwort 

 

Leitbild

Island Kids Philippines bekämpft Armut und Ungerechtigkeit erfolgreich und nachhaltig:

 

  • aus Überzeugung und Nächstenliebe

  • durch Fürsorge, Toleranz und Verständnis

  • durch Schutz und Aufklärung der Kinder und Jugendlichen

  • durch gute Schulbildung für Kinder und Jugendliche

  • durch das Fördern und Stärken der Familie

  • durch das Schaffen von Arbeitsplätzen und Livelyhood-Programmen

  • durch Hilfe zur Selbsthilfe

  • in enger Zusammenarbeit mit den betroffenen Menschen

 

Wer oder Was ist Island Kids Philippines (IKP/PIKIFI)?

Island Kids Philippines ist eine kleine private Hilfsorganisation für Strassen- und Müllsammlerkinder sowie von grosser Armut betroffene Familien auf den Philippinen. Bestehend aus einer Stiftung auf den Philippinen und einem Verein in der Schweiz,  setzt sich unsere Organisation für die von der Gesellschaft im Stich gelassenen und aufgegebenen Kinder und Jugendlichen ein. Wir bieten misshandelten, vernachlässigten und von extremer Armut betroffenen Kindern Nahrung, Unterkunft, Schutz und Geborgenheit und geben ihnen durch gute Schulbildung eine Chance auf eine bessere und unabhängige Zukunft. Wir fördern die Kinder und Jugendlichen sowie deren einzigartige Persönlichkeiten und Talente ganzheitlich; charakterlich, gesundheitlich, schulisch und geistlich. Weiter setzten wir uns für alleinerziehende Mütter und Väter der untersten sozialen Schicht sowie für von Armut und Schicksalsschlägen besonders hart getroffene Familien ein. Dabei wollen wir in enger Zusammenarbeit mit den betroffenen Menschen, „Livelihood-Programme“ und Arbeitsplätze in den Bereichen Handwerk und Landwirtschaft als langfristige Alternativen zum hoffnungslosen Leben auf der Strasse oder dem trostlosen Leben und Arbeiten auf der städtischen Mülldeponie schaffen. Wir legen grossen Wert auf die Nachhaltigkeit unserer Projekte und streben dabei stets eine längerfristige Verbesserung der Lebensqualität aller von grosser Armut betroffenen Menschen in unseren Projektregionen an.

 

IKP-Philippinen (PIKIFI)

Die Stiftung „Phil. Island Kids Int'l Foundation, Inc.“ (PIKIFI) ist ein amtlich anerkanntes Hilfswerk in der philippinischen Hafenstadt Cagayan de Oro, auf der südlichen Insel Mindanao. Das Hilfswerk übernimmt die Planung, Koordination und Durchführung der Hilfsprojekte vor Ort; die Kinderbetreuung in den Pflegefamilien, die Tagesschule und den Betrieb im hilfswerkseigenen Bildungs- und Betreuungscenter, die Gassenarbeit, die Livelihood-Programme und die nachhaltige Entwicklungshilfe im Armenviertel. Unsere Mitarbeiter/innen arbeiten nach christlichen Grundsätzen und geben dabei, durch ihr auf Nächstenliebe basierendes Engagement gegen Leid und Elend, Gottes Liebe an die Bedürftigen weiter. Sie leben eng mit den Menschen im Slum zusammen und haben dabei Anteil an deren Alltag. Dies macht IKP nicht nur zu einer Hilfsorganisation, sondern viel mehr zu einer grossen Familie, wo die Mitarbeiter direkt und rund um die Uhr mit dem harten Leben und den alltäglichen Problemen der Slumbewohner konfrontiert werden. Gestützt auf ihre Erfahrungen mit dem Leben im Armenviertel und in enger Zusammenarbeit mit den betroffenen Menschen, arbeiten die Mitarbeiter/innen nach bestem Wissen und Gewissen Projekte aus. Anhand dieser Projekte machen sie dem Verein in der Schweiz Vorschläge, wie und wofür das Geld am nachhaltigsten eingesetzt werden kann.

Der Kern der Stiftung ist das im April 2009 fertiggestellte Bildungs- und Betreuungscenter (Community-Center) von PIKIFI. Das Center befindet sich direkt im Slumgebiet, neben der städtischen Mülldeponie. Es beherbergt die hilfswerkseigene Tagesschule, ein Nähprogramm für Mütter von der Mülldeponie, eine kleine Apotheke, ein Alphabetisierungsprogramm für Erwachsene sowie sanitäre Anlagen. Weiter dient das Center als zentrale Anlaufstelle für unterschiedlichste soziale Probleme im Armenviertel sowie auch als temporäre Notunterkunft für Menschen in Not.  In der Tagesschule werden, aufgeteilt in mehrere Klassen (Kindertagesstätte, Kindergarten, Grundschulklassen 1 - 6), 148 Mädchen und Jungen unterrichtet, die zuvor keine Schule besuchen konnten oder diese frühzeitig abgebrochen hatten, um auf der Mülldeponie zu arbeiten. Ihnen wird, unter Lizenz der öffentlichen Schule (DEP-ED), qualitativ gute, den Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen gerecht werdende Grundschulbildung vermittelt.
 
Das Shelter-Home von PIKIFI beherbergt 35 Mädchen und Jungen, die von Pflegeeltern in einem familienähnlichen Umfeld mit Liebe und Verständnis vollzeitbetreut werden und Schutz und Geborgenheit erfahren. Bei diesen Kindern handelt es sich um Waisen bzw. Halbwaisen sowie Kinder und Jugendliche die Missbrauch erlebten oder von ihren Familien extrem vernachlässigt wurden. Die anderen Kinder und Jugendlichen im Programm wohnen bei ihren Eltern im Slum, besuchen aber täglich die Tagesschule von PIKIFI, wo sie auch verpflegt werden und sich waschen können. Sämtliche Kinder und Jugendliche von PIKIFI werden zusätzlich zum Schulunterricht auch in Freizeitprogrammen sowie in erlebnispädagogischen Lagern gefördert.
 
Weiter führt PIKIFI in seinem "Community Outreach" in einem anderen Stadtteil wöchentliche Essensabgaben mit Kinderprogrammen für rund 30 Strassenkinder durch. 
 
 

IKP-Schweiz

Der Verein in der Schweiz setzt sich ausschliesslich aus ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zusammen, die sich mit ihrem Fachwissen aus unterschiedlichen Bereichen aus Überzeugung unentgeltlich für die bedürftigen Menschen in unseren Projektgebieten einsetzen. Durch das Organisieren  von Events und dem Betreuen der hilfswerkseigenen Website machen sie IKP in der Schweiz bekannt und sammeln dabei die für die Projekte dringend benötigten Spendengelder. Sie betreuen unsere wertvollen Sponsoren und Spender und Spenderinnen dabei nach bestem Wissen und Gewissen. Der Verein steht in regelmässigem Kontakt mit den Verantwortlichen und den unterstützten Menschen im Projektgebiet. Gestützt auf die Vorschläge von der Stiftung auf den Philippinen trifft der Vorstand Entscheidungen über die finanziellen Investitionsbereiche und hilft aktiv bei der Koordination der Projekttätigkeiten mit. Vereinsmitglieder besuchen zudem regelmässig die Stiftung auf den Philippinen und arbeiten dort auch aktiv an den Hilfsprojekten mit. Durch ihren freiwilligen Einsatz leisten die Mitglieder einen wichtigen Beitrag im Kampf gegen die wachsende Armut und Ungerechtigkeit.

 

Cagayan de Oro – The “City of Golden Friendship”

Die im nördlichen Teil der Insel Mindanao gelegene Hafenstadt Cagayan de Oro (CDO) mit ihrer wichtigen verkehrsstrategischen Lage hat Schätzungen zufolge momentan etwa 1'000'000 (1 Million) Einwohner (2011). Die jährliche Zunahme der Stadtbevölkerung beträgt etwa 30‘800 Menschen. Die schon immer recht hohe Wachstumsrate ist seit Mitte der 1990er Jahre hauptsächlich auf Migranten aus dem ländlichen Raum zurückzuführen. Die Stadt besitzt einen Hafen mit Schifffahrts- und Transportrouten nach Cebu City, Manila, Japan, Korea sowie einen Flughafen. CDO ist das Handelszentrum von Mindanao sowie die Bildungshauptstadt von Nordmindanao. Sie ist aber auch Heimat von zahlreichen Slumbewohnern und Strassenkindern, welche in den ausgedehnten, überbevölkerten und stinkenden Armenvierteln der Stadt sowie auf der städtischen Mülldeponie ein Dasein weit unterhalb der Armutsgrenze und ohne Perspektiven fristen.

 

Wem hilft IKP?

Das Hilfswerk konzentriert sich derzeit vorwiegend auf folgende Zielgruppen: Strassenkinder aus den Armenvierteln und Wertstoffsammlerkinder von der städtischen Mülldeponie in Cagayan de Oro, sowie deren Familien. 

Wertstoffsammler (Scavengers):

Auf der städtischen Mülldeponie in Cagayan de Oro leben und arbeiten seit Anfang der 1970er Jahre Menschen, die in staatlich regulierten Wirtschaftsbereichen keine Beschäftigung gefunden haben. Ende 2010 lebten auf der Mülldeponie und in den angerenzenden Armenvierteln rund 1400 Menschen in 300 Familien vom Geschäft mit den Wertstoffen. Bei den Wertstoffsammlern oder „Scavengers“, wie sie auf den Philippinen genannt werden, handelt es sich um stark benachteiligte und von grosser Armut betroffene Bevölkerungsgruppen, welche häufig aus ländlichen Regionen nach Cagayan de Oro zogen. Oft waren sie früher Kleinbauern, die aufgrund der Konkurrenz  durch die Grossgrundbesitzer, nicht selten auch multinationale Konzerne, ihre Existenz verloren haben. Auf der Suche nach einer neuen Einkommensquelle und mit grossen Erwartungen zogen sie in die Stadt, wo sie letztendlich auf der Mülldeponie landeten. Dort helfen sie als Wertstoffsammler unter körperlich anstrengendsten und extrem gesundheitsschädigenden Bedingungen das Müllvolumen der Grossstadt zu reduzieren. Sie trennen die sich im Abfall befindenden, wiederverwertbaren Stoffe vom Müll. Durch ihre Tätigkeit leisten sie einen wichtigen Beitrag an der Gesellschaft, denn durch die Wertstofftrennung wird nachweislich die Wasser- und Luftverschmutzung verringert sowie die Nutzbarkeit von Mülldeponien verlängert. Um ein spärliches Einkommen weit unterhalb der Armutsgrenze zu verdienen, bezahlen die Wertstoffsammler einen hohen Preis. Durch ihren ständigen Umgang mit Müll beträgt die Lebenserwartung dieser Menschen in der Regel die Hälfte des nationalen Durchschnitts, also zirka 34 Jahre. Oft leiden sie bereits im Kindesalter unter ernsthaften Erkrankungen der Atemwege oder anderen, durch die mangelhafte Ernährung und die unhygienischen Verhältnisse hervorgerufenen Krankheiten. Zahlreiche Kinder sterben auch an einfachen Krankheiten oder verlieren ihr Leben bei Unfällen auf der Deponie. Die meisten Kinder können nicht einmal die Grundschule abschliessen, da sie ebenfalls als Wertstoffsammler zum Einkommen der Familie beitragen oder sich um ihre jüngeren Geschwister kümmern müssen. Die Hoffnungslosigkeit treibt viele Väter in die Alkohol- und Spielsucht. Kinder und Jugendliche sind nicht selten klebstoffsüchtig, was ihrem Körper innert kürzester Zeit irreparable Schädigungen zufügt. Mädchen ziehen es oft bereits in ihren Jugendjahren vor, als schlechtbezahlte und häufig auch misshandelte Hausmädchen zu arbeiten oder gar als Prostituierte ihren Körper zu verkaufen. Dazu kommt, dass die Wertstoffsammler von ihrer Umgebung meist als schmutzige, potentielle Krankheitsträger und Kriminelle angesehen und diskriminiert werden. Aufgrund ihres geringen sozialen und gesellschaftlichen Status werden sie auch häufig innerhalb des „Recyclinggeschäfts“ von Zwischenhändlern ausgebeutet. Für staatliche Behörden verkörpern sie häufig das Bild der Rückständigkeit und werden als Schande für das Land betrachtet. Andererseits profitieren die Regierung und die Abfallwirtschaft von der Arbeit der Wertstoffsammler und haben deshalb häufig wenig Interesse daran, deren bestehende, katastrophale Verhältnisse zu ändern. Denn, gebe es die Wertstoffsammler nicht, so müsste der Staat viel Geld aufbringen, um für diese Aufgabe Arbeitskräfte unter menschenwürdigen Arbeitsbedingungen und zu angemessenen Löhnen einstellen zu können.
 

Entstehung von IKP

Die Idee für das Hilfswerk entstand im Frühjahr 2007 auf einer Philippinenreise des heutigen Vereins- und Stiftungsratspräsidenten, Thomas Kellenberger. Während seines Aufenthaltes in der Hafenstadt Cagayan de Oro, auf der Insel Mindanao, lernte er Strassen- und Wertstoffsammlerkinder kennen und begleitete diese in ihrem schwierigen Alltag. Die grossen Probleme und das Elend in den Armenvierteln und im Slum bei der städtischen Mülldeponie liessen ihn nicht mehr los. Er machte es sich zur Lebensaufgabe, diesen Menschen, allen voran den Kindern- und Jugendlichen und damit der nächsten Generation, nachhaltig und ganzheitlich zu helfen. Parallel zur Bekanntschaft mit der Dritten Welt, lernte er Virgelia Demata, eine Einheimische von Cagayan de Oro kennen. Virgelia vertritt die gleichen Ideale wie Thomas und hatte bereits seit langem den Wunsch, etwas gegen die Armut in ihrem Land zu unternehmen. Sie war von der Idee eines Hilfswerks sofort begeistert und stellt als Mitbegründerin ebenfalls ihre ganze Kraft und Energie in den Dienst der von IKP unterstützen Menschen. Island Kids Philippines ist das Resultat des starken Willens von Virgelia und Thomas, den Ärmsten ein menschenwürdiges Leben mit Zukunftschancen zu ermöglichen.

 

Wie erreichen wir unsere Ziele?

Nachdem unser Hilfswerk mit einer kleinen Pflegefamilie und grossen Träumen seinen Anfang nahm, streben wir heute eine nachhaltige Entwicklung in unserem Projektgebiet an. Konkret sieht dies folgendermassen aus: Durch Patenschaften wird zahlreichen bedürftigen Kindern und Jugendlichen ein Schulbesuch in der hilfswerkseigenen Schule mit erfolgreichem Abschluss ermöglicht. Eine Kindertagesstätte entlastet Familien bei der Betreuung der jüngeren Kinder. Dadurch erhalten vor allem die älteren Mädchen die Möglichkeit für einen Schulbesuch. Mit Landkaufprojekten soll Bauland für land- und besitzlose Familien erworben werden. Durch Rehabilitationsprogramme sollen Strassenkinder wieder erfolgreich in die Gesellschaft eingegliedert werden. Nach dem Erwerb von Agrarflächen soll Schritt für Schritt ein profitabler landwirtschaftlicher Betrieb entstehen, welcher Ausbildungs- und Arbeitsplätze für Eltern und künftige Schulabgänger schafft und dem Hilfswerk zu mehr Unabhängigkeit von Spendengeldern verhilft.Bei all unseren Projekten arbeiten wir eng mit den betroffenen Kindern und Familienangehörigen zusammen. Wir lassen sie selber aktiv an den Projekten mitarbeiten und mitbestimmen und setzen dabei möglichst auf Hilfe zur Selbsthilfe. 

 

Wir brauchen Sie

Um unsere Ziele zu erreichen, sind wir, neben dem Einsatz der freiwilligen Helfer, vor allem auch auf Ihre finanzielle Mithilfe angewiesen. Die Tatsache, dass sämtliche Mitglieder des Schweizer Vereins ehrenamtlich arbeiten, macht es möglich, dass Ihre gespendeten Gelder vollumfänglich und direkt den bedürftigen Kindern zugutekommen. Das heisst, es gehen dadurch kaum Gelder durch Administrativkosten verloren.